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Gemeindienstprojekte / Spendenübersicht

Projekte 2011/ 2012

Seit der Gründung unseres Clubs ist uns bei den von uns geförderten Gemeindienstprojekten wichtig, dass unsere Hilfe möglichst unmittelbar den Menschen zugute kommt. Daneben haben wir darauf geachtet, dass insbesondere Aktivitäten in und um Berlin-Reinickendorf unsere besondere Beachtung finden.

Im rotarischen Jahr 2011/2012 sollen die beiden Eckpfeiler unserer Förderung, das Elisabethstift und das Projekt viva familia, weiterhin als wichtige, dauerhafte Engagements weitergeführt werden. Daneben sind wir interessiert an neuen Ideen, bei denen unsere Hilfe eine beachtliche Unterstützung der Arbeit insbesondere mit Kindern und Jugendlichen darstellt. Daneben reagieren wir in begrenztem Umfang in akuten Notsituationen mit Spenden weltweit, um größte Not z.B. bei Naturkatastrophen lindern zu helfen.

1. Elisabethstift Berlin
Das Elisabethstift ist eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Berlin-Brandenburg und eines der ältesten Kinderheime Berlins (Gründung 1826 in Berlin-Pankow) Der Name geht auf Prinzessin Elisabeth von Preussen zurück, die über viele Jahre das Protektorat für das Haus übernommen hat. Das Stift unterbreitet ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote zur Hilfe zur Erziehung. Zur Zeit werden 150 Plätze gestellt für Kinder und Jugendliche von 0-18 Jahren und es gibt eine Mutter-Kind Gruppe. Die 170 Mitarbeiter müssen sich regelmäßig Fortbildungsmaßnahmen unterziehen, um das besondere pädagogische Konzept in die Arbeit einbeziehen zu können. Im Zentrum steht eine sinnvolle und nachhaltige Förderung, bei der insbesondere um den Aufbau von Beziehung geht
Die 2008 gegründete private Elisabethstift-Schule hatte einen sehr guten Start, so dass die Nachfrage nach Plätzen sehr groß ist. Ziel der Schule ist anzubauen und weitere Plätze für Schüler, die in andere Schulen als nicht beschulbar gelten zu schaffen.

Neue Projekte des Elisabethstiftes, für die weiterhin dringend Spenden benötigt werden, zumal das Spendenaufkommen im Jahre 2011 (möglicherweise durch die Finanzkrise, möglicherweise auch wegen der (Natur)Katastrophen in Afrika, Japan, Thailand …..) rückläufig war sind:
Auf dem Gelände der jetzigen Jugendfarm Lübars, die im Frühjahr 2012 aufgegeben werden soll, ist ein Biobauernhof geplant, der eine Vielzahl an Arbeitsplätzen schaffen soll im Rahmen einer effizienten Elternarbeit.
Das Umbauen der Küche zu einer Lehrküche, um Jugendliche auszubilden, ist mit großer Hilfe der Arbeitsagentur erfolgt.
Das Gründen einer Oberschule, um die bereits bestehende Grundschule (Klasse 1-4 und eine Trainingsklasse bestehen bereits) weiterführen zu können, ist ein wichtiges Ziel. Der Anbau ist mit Hilfe der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin erfolgt.
Für die größer werdende Zahl an misshandelten Säuglingen soll eine Stelle für einen Psychiater eingerichtet werden, um Frühschäden zu diagnostizieren und zu behandeln
Für das Einrichten eines Masterstudienganges für Pädagogen in Zusammenarbeit mit einer hessischen Hochschule sind EU Mittel beantragt worden, mit deren Hilfe in Berlin ein Institut gegründet werden soll.

Bei den Gemeindienstprojekten des Rotary Club Berlin-Humboldt steht das Elisabethstift weiterhin in guter Tradition im Vordergrund und wird durch die Erlöse des Weihnachtsmarktes am Zeltinger Platz, die wir wie immer verdoppeln (d.h. konkret in diesem Jahr: Wir stocken den Erlös von ca. € 2.800,-- auf € 6.000,-- auf.) unterstützt.
http://www.elisabethstift-berlin.de/

2. ‚Viva Familia!‘ im Elisabethstift
‚Viva Familia‘ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Ruck-Stiftung des Aufbruchs und der Stiftung Rotary Club Berlin Humboldt in Kooperation mit dem -Elisabethstift und dem Chorverband Berlin e.V.
Ab Ende September finden im Elisabethstift regelmäßig Orientierungen und Kurse zum Malen, Erzählen, Singen und Kochen statt. Die Stiftung des RC Berlin Humboldt unterstützt dieses Projekt im Kontext des Fokus auf frühkindliche Erziehung und Bildung.
http://www.ruckstiftung.de/index.php?id=48

3. Gangway e.V. Berlin
Gangway ist Straßensozialarbeit mit Jugendlichen in Berlin mit 20järiger Geschichte. Rund 50 Streetworker arbeiten in Teams in neun Bezirken. Sie gehen dahin, wo sich Jugendliche treffen: auf öffentliche Plätze und Straßen.
Das Ziel ist die Jugendlichen dabei zu unterstützen, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Gangway zeigt anhand eine Reihe erfolgreicher und nachhaltiger Projekte, wie er mit viel Erfahrung Lösungen für die Probleme Jugendlicher findet, bei Behörden und bei Konflikten in der Schule und mit den Eltern hilft. Die Jugendlichen sollen ihre Potentiale entdecken und weiterentwickeln.

Der Bereich Tegel ist für viele Jugendliche auch aus Nachbarbezirken ein interessanter Anziehungspunkt. Da es keine Jugendclubs in unmittelbarer Nähe gibt, kommen insgesamt ca. 150 Jugendliche entweder zum Skaten auf das Gelände hinter C&, zum einfachen Treffen auf den Platz bei der Bücherei oder als Partygänger zu den Bushaltestellen vor C&A. Anwohner, Gewerbetreibende und Passanten fühlen sich durch die Präsenz der Jugendlichen häufig gestört, es kommt zu Interessenskonflikten. Durch das Streetworkteam konnte Beziehung zu den Jugendlichen auf- und ausgebaut werden, insbesondere Alkohol- und Drogenkonsum waren der Ausgangspunkt. Gewerbetreibende und Anwohner haben das Angebot vom Gangway-Taem vermittelnd tätig zu sein gerne angenommen und es wurde -unterstützt vom Stadtrat für Jugend und Familie - ein Runder Tisch aller Akteure eingerichtet, der seit Dezember 2010 regelmäßig stattfindet.

Wie berichtet, hat unser Club im vergangenen rotarischen Jahr ein Mitternachts-Sportturnier unterstützt. Auch in diesem Jahr hat ein solches Turnier bereits stattgefunden, das Ziel sind: Einüben von Regeln, fairer Umgang miteinander, Stärkung von Verantwortung und Wertschätzung.
Der RC Berlin Humboldt unterstützte bereits im vergangenen rotarischen Jahr die Arbeit von Gangway e.V. im Bezirk Reinickendorf in Höhe von 1000 EUR und hat für die Arbeit im kommenden Jahr weitere € 1.000,-- zur Verfügung gestellt Die Finanzielle Unterstützung unseres Clubs für Vorhaben im Jahre 2011/12 dient:
1. Anti-Gewalt- und Soziale Kompetenztrainings in Kooperation mit der Julius Leber- Oberschule
2. Fortführen des Lösungsprozesses zwischen Gewerbetreibenden, Anwohnern und Jugendlichen insbesondere auch durch den Runden Tisch
3. Gestaltung von Mitternachtssport vier mal im Jahr
4. Peer-helper-Ausbildung für Jugendliche, die sich verantwortlich einbringen und entsprechende Kompetenzen erwerben wollen
5. Aufbau einer Skater- und BMX-Bahn in Tegel
http://www.gangway.de/gangway.asp?client=gangway&cat1id=90&cat2id=101

4. Projekt ‚Tanzen bewegt die Schule‘ in der Reinecke-Fuchs-Grundschule
Das Projekt „Tanzen bewegt die Schule“ soll auch in diesem Jahr weiterhin von uns unterstützt werden. In der Reinecke-Fuchs-Grundschule wird während des laufenden Schuljahres über 39 Wochen laufen und hat ein Fördervolumen von 2.340,-- EUR. Es ist damit als Fortsetzung des Projektes „Tanzzeit“ eines unserer größeren Engagements.

Worum geht es? Tanzen für Kinder aus benachteiligten Schichten. Gerade in der heutigen Zeit, in der Bewegungsmangel, schlechte Lernergebnisse und fehlende Motivation von Schülern beklagt werden, bietet das Medium Tanz vielfältige Möglichkeiten, diesem Trend entgegenzuwirken. Tanz fördert die Integration von Kindern unterschiedlicher Herkunft, vermittelt Bewegungsvielfalt, Körperwahrnehmung und –bewusstsein. Es stärkt zudem das Selbstbewusstsein und schafft damit die Voraussetzung für viele positive Lernprozesse. Auf diese Weise fördert Tanz auch das kognitive Lernen.
Das Ergebnis der Arbeit des vergangenen Schuljahres konnten wir am 22. Juni bestaunen: Zum Thema „Die Planeten“ wurde nach dem bekannten Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry getanzt. So wurde mit dem kleinen Prinzen eine spannende reise auf verschiedene Planeten unternommen.
Frau Buchner-Rinn (Lehrerin) und Herr Kadlec (der durchführende Tanzpädagoge) haben das neue Tanzprojekt zu Beginn des neuen Schuljahres gestartet und werden anstehende Unterrichtsprojekte übergreifend mit Tanzthemen verbinden, um damit ganzheitliche Erfahrungen für die Kinder zu ermöglichen. Das Projekt steht damit im Einklang mit dem Förderschwerpunkt unserer Clubs.

http://www.reineke-fuchs-gs.cidsnet.de/

5. Somalia Hilfe
Es wurden € 1.500 als Soforthilfe für die Opfer der Not in Somalia über den Rotary Deutschland Gemeindienst e.V. gespendet.


6. Musikschule Reinickendorf
Die Musikschule Reinickendorf bietet wie alle 12 bezirklichen Musikschulen Berlins, die im Verband deutscher Musikschulen organisiert sind, eine ganzheitliche musikalische Grundbildung zu einem vertretbaren Kostensatz.
Hierzu gehört auch eine Vielfalt von Ensemblefächern unterschiedlicher Besetzungen und Stilarten.
So wird es auch Menschen aus benachteiligten Schichten ermöglicht, ein Instrument zu lernen und im Chor, Orchester oder Ensemble mitzuwirken.
Im Fachbereich Blockflöte hat die überaus engagierte Musiklehrerin Claudia Oberle nicht nur eine Vielzahl von Ensembles ins Leben gerufen, sie hat darüber hinaus ihre jungen und jugendlichen Schüler/innen regelmäßig in den Wettbewerb „Jugend musiziert“ gebracht und ihnen damit die Chance geboten, sich mit anderen hervorragenden Schülern/Schülerinnen zu messen. Einige von ihnen haben es sogar über die Landesmeisterschaft hinaus in den Bundeswettbewerb geschafft.
Frau Oberle plant, ihre Ensemble punktuell zu einem großen Blockflötenorchester zu vereinen, um auch große, mehrchörige Werke aufführen zu können. Hierzu wird dringend ein Instrument, der „Großbass“ benötigt, was sich die Musikschule Reinickendorf mit ihrem schmalen Budget nicht leisten kann.
Der Rotary Club Berlin Humboldt hat einen Zuschuss für das Instrument, das ca. € 4.500,-- kostet, zugesagt, es ist allerdings noch nicht sicher, dass die Musikschule tatsächlich den Rest von € 3.500 aufbringen kann.
http://www.musikschulereinickendorf.de

7. Hochbegabtenstipendium
Herr Dr. Lühmann, ehemals Direktor des Humboldtgymnasiums und ehemals Mitglied unseres Clubs hat auf einen hochbegabten Jungen, der nach langen schulischen Irrwegen auf der Schulfarm Scharfenberg eine Chance bekommen habe, die unterbrochene Schullaufbahn wieder aufzunehmen.
Um die Unterbringung in Scharfenberg zu ermöglichen, hat eine Schulrätin unbürokratisch die Kosten für ein Jahr Schulspeisungaus privaten Mitteln zunächst übernommen, da das Jugendamt die Übernahme ablehnt und die Mutter des Jungen SLG II bezieht und selbst die reduzierten Schulkosten nicht übernehmen kann.

Eine derartige Hilfeleistung sehr gut in unser Konzept, mit unseren Spenden möglichst wirksame Hilfe zu leisten und nicht „der Tropfen auf den heißen Stein“ zu sein und ich werde dem Vorstand vorschlagen, dass wir das Schulgeld für das Jahr 2012 übernehmen und im Laufe des kommenden Jahres Kontakt mit der Familie und insbesondere dem Jungen selbst aufnehmen, um über ein Stipendium ab 2013 zu entscheiden.